Sonntag, 9. März 2014

Ein neuer Opfergedanke

Epheser 5. Kurzum: "Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat. Aus Liebe hat er sein Leben für uns gegeben. Und Gott hat dieses Opfer angenommen."


Da steht er wieder vor uns: Jesus als Opferlamm. Aber hier in diesem Kontext bekommt dieser Gedanke eine sehr zugängliche Note. Wenn du in Gottes Sinne handelst und Gott wie sein Ebenbild, den Menschen, mit liebenden Augen betrachtest, dich für das Wohlergehen beider einsetzt (die als Ziel dieser Liebe vereint sind), und du Mächten entgegentrittst, die dich darin bekämpfen, weil sie um ihre Macht fürchten, dann opferst du dich für sie und dein Einsatz ist dann genau das Opfer, das Gott annimmt. "Lernt wieder, Gutes zu tun! Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, tretet den Gewalttätern entgegen!" (Jesaja 1, 17).

Wie wir dann leben werden

Epheser 4. Wenn wir Jesus im Sinn haben, dann…

  • lasst uns nicht darüber nachdenken, worin wir besser sind als andere,
  • lasst uns freundlich und geduldig sein mit anderen sein,
  • lasst uns die Unterschiede zwischen uns feiern und nutzen, denn sie geben uns viele Möglichkeiten, gemeinsam zu wirken, viel zu schaffen,
  • lasst uns einander die Wahrheit sagen und keine Lügen verbreiten,
  • vergebt und vertragt euch bevor ihr schlafen geht (so hat es mir meine Mutter auch immer gesagt),
  • stehlt nicht, sucht euch ehrliche Arbeit, jeder nach seinem Können.

Neues im Alten

Psalm 51. Manchmal trennte ich auch schon das Alte und das Neue Testament, wobei mir letzteres ungleich vertrauter war, mir mehr sagte, mir näher stand (siehe Post "Einer für alle…"). Dann wieder gibt es Momente, wo ich registriere, dass die Frohe Botschaft und das, was mit Jesus im Neuen Testament "neu" geschaffen wird, schon im Alten Testament zu finden ist. So z.B. in Jesaja 1, wo Gott spricht: "Was soll ich mit euren Opfern anfangen? […] Das Blut eurer Opfertiere ist mir zuwider. […] Wer hat euch das befohlen? Hört endlich mit diesen nutzlosen Opfern auf! […] Streckt nur eure Hände zum Himmel, wenn ihr betet! […] Ich werde nicht zuhören, denn an euren Händen klebt Blut! […] Lernt wieder, Gutes zu tun! Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, tretet den Gewalttätern entgegen!"

Und so spricht hier David zu Gott: "Sieh nicht länger auf meine Schuld, vergib mir all meine Sünden! Erschaffe in mir ein reines Herz, o Gott; erneuere mich und gib mir Beständigkeit!"


Alles wird neu, wenn wir erkennen, dass wir uns verrannt haben - auf dem Holzweg sind. Gott ist sich nicht zu schade, uns zu vergeben, weil wir nicht in seinem Sinne gehandelt haben, Schuld auf uns geladen haben. Jeden Tag. Er empfängt uns immer wieder. Und er hat uns einen Menschen geschickt, an den wir uns immer wieder erinnern können. Ein Mensch, der uns gezeigt hat, dass es geht, dass ein solches Leben möglich ist. Ein lebendiges Herz, kein  steinernes, keine Steintafeln sondern ein lebendiges Vorbild. Unerreichbar. Aber dennoch.